Reisevertrieb

Die Reiselust ist da. Doch erreicht sie noch das Reisebüro?

Viele Reisebüros erleben einen schwachen Sommer, obwohl die Deutschen weiterhin reisen. Gleichzeitig gewinnen kurzfristige Buchungen und der Herbst an Bedeutung. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur, ob gereist wird – sondern wo die Buchung am Ende landet.

Paar vor einem Reisebüro mit digitalem Schaufenster und Reiseangebot auf einem Bildschirm
montis Insights / KI-generierte eigene Darstellung

Die Deutschen wollen weiterhin reisen

Die Zahlen aus dem stationären Vertrieb sind ernüchternd. Im Juli 2026 lag der touristische Auftragseingang der im ta.ts-Reisebürospiegel erfassten Reisebüros 8,2 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Auch der touristische Auftragsbestand für Abreisen bis Oktober blieb mit einem Minus von 4,1 Prozent hinter dem Vorjahr zurück.

Das deckt sich mit der Stimmung am Counter. In einer Umfrage von Counter vor9 unter mehr als 500 Reisebüromitarbeiterinnen und -mitarbeitern gaben 69 Prozent an, dass sich das Sommergeschäft schlechter entwickelt habe als erwartet. Besonders häufig wurde dabei das Ausbleiben von Familienbuchungen genannt.

An mangelnder Reiselust allein kann es jedoch kaum liegen.

Nach den VIR Daten & Fakten 2026 wissen 43 Prozent der Bevölkerung bereits, wohin sie in diesem Jahr verreisen möchten. Weitere 33 Prozent planen ebenfalls eine Reise, haben ihr Ziel aber noch nicht festgelegt. Damit haben mehr als drei Viertel der Bevölkerung zu Jahresbeginn konkrete oder grundsätzliche Reiseabsichten. Grundlage dafür sind Daten der FUR-Reiseanalyse. Quelle: VIR Daten & Fakten 2026

Auch der Gesamtmarkt entwickelte sich zuletzt besser, als es die Stimmung in vielen Reisebüros vermuten lässt.

Travel Data + Analytics meldete für den Buchungsmonat Juni 2026 einen deutlichen Schub bei kurzfristigen Sommerbuchungen. Der Umsatz mit Last-Minute- und kurzfristigen Reisen für die Sommermonate lag 19 Prozent über dem Vorjahresmonat. Die kumulierte Umsatzbilanz der Sommersaison verbesserte sich dadurch auf ein Plus von drei Prozent.

Im stationären Vertrieb kam dieser Schub jedoch nur eingeschränkt an. Im gleichen Monat sank der Touristikumsatz inklusive Kreuzfahrten der im ta.ts-Reisebürospiegel erfassten Büros um 14,9 Prozent gegenüber Juni 2025. Der touristische Auftragseingang lag ebenfalls 3,8 Prozent unter dem Vorjahr. Quelle: Reise vor9

Die Nachfrage ist vorhanden. Sie landet nur nicht automatisch im Reisebüro.

Daraus entsteht eine zentrale Aufgabe für den stationären Vertrieb: Wer vom vorhandenen Reisewunsch profitieren will, muss früher in der Customer Journey sichtbar werden.

Der Herbst ist mehr als nur eine Hoffnung

Die aktuellen Buchungsdaten liefern gute Gründe, September und Oktober ernst zu nehmen.

Rund die Hälfte des gesamten Buchungsumsatzes im Juni entfiel auf Reisen mit Abreise zwischen Juni und August. Gleichzeitig ging bereits knapp ein Viertel des Monatsumsatzes auf Reisen im September und Oktober. Auf nur zwei Herbstmonate entfiel damit knapp halb so viel Buchungsumsatz wie auf die drei Sommermonate Juni bis August zusammen. Quelle: Travel Data + Analytics

Das passt zu einer Entwicklung, die bereits 2025 deutlich sichtbar war. Nach Daten von Travel Data + Analytics in den VIR Daten & Fakten 2026 war der Oktober mit rund 2,3 Millionen Reisenden über alle Vertriebskanäle hinweg der volumenstärkste Abreisemonat des Jahres und lag damit vor Juli und August. Preisbewusste und flexible Reisende nutzen zunehmend günstigere Reisezeiträume außerhalb der klassischen Hauptsaison. Quelle: VIR Daten & Fakten 2026

Für den stationären Vertrieb macht genau das das aktuelle Minus von 4,1 Prozent beim Auftragsbestand für Reisen bis Oktober relevant: Der Herbst wird gebucht. Der Bestand der im Reisebürospiegel erfassten Reisebüros liegt dennoch hinter dem Vorjahr.

Die Chance ist also real. Sie verteilt sich aber nicht automatisch zugunsten des Counters.

Denn während sich die Saison verschiebt, verändert sich gleichzeitig der Weg zur Buchung.

Die Entscheidung fällt häufig vor dem Beratungsgespräch

Die VIR Daten & Fakten 2026 zeigen, wie weit die Digitalisierung der Reiseplanung inzwischen fortgeschritten ist. Bei 77 Prozent aller Reisen wird mindestens eine Reiseleistung digital gebucht. Bei Pauschalreisen ab fünf Tagen stieg der digitale Buchungsanteil 2025 auf 52 Prozent und lag damit erstmals über dem analogen Anteil. Quelle: VIR

Auch künstliche Intelligenz wird Teil der Customer Journey. Von den 18- bis 75-Jährigen in Deutschland haben 17 Prozent KI bereits für ihre Reiseplanung eingesetzt. Weitere 35 Prozent können sich das künftig vorstellen. Quelle: VIR Daten & Fakten 2026

Das macht persönliche Beratung nicht überflüssig. Gerade bei komplexen Reisen, Kreuzfahrten, hochwertigen Urlauben oder individuellen Anforderungen bleibt die Erfahrung eines guten Reisebüros wertvoll.

Bevor es zu dieser Beratung kommt, hat der Kunde heute jedoch meist schon zahlreiche Kontaktpunkte hinter sich. Er entdeckt Destinationen auf Social Media, recherchiert Hotels, vergleicht Preise auf Reiseportalen oder nutzt KI für Inspiration und Reiseplanung.

Das Reisebüro konkurriert deshalb nicht nur mit dem nächsten Reisebüro. Es konkurriert um Aufmerksamkeit während der gesamten Customer Journey.

Der Einwand liegt nahe: Wenn die Reiseentscheidung ohnehin immer stärker online vorbereitet wird, was soll dann ein Bildschirm im Schaufenster ändern?

Die Antwort liegt im Standort selbst.

Ein stationäres Reisebüro besitzt einen realen Kontaktpunkt mitten im Alltag seiner potenziellen Kunden. Menschen laufen am Schaufenster vorbei, während sie einkaufen, auf dem Weg zur Arbeit sind oder abends durch die Innenstadt gehen.

Das Schaufenster erreicht damit auch Menschen, die in diesem Moment gar nicht aktiv nach einem Reisebüro gesucht haben. Seine Aufgabe ist es, aus diesem kurzen Kontakt einen konkreten Reiseimpuls zu machen – und diesen anschließend digital weiterzuführen.

Das Schaufenster als Einstieg in die Customer Journey

Ein klassisches Plakat kann inspirieren. Seine Möglichkeiten enden allerdings schnell: Es zeigt ein Angebot, einen Preis und vielleicht eine Telefonnummer. Ändert sich der Preis oder die Verfügbarkeit, muss das Angebot ausgetauscht werden.

Bei einem digitalen Schaufenster geht es deshalb nicht allein darum, Papier durch einen Bildschirm zu ersetzen. Entscheidend ist die Verbindung mit aktuellen Angebotsdaten.

Hier setzt montis an.

montis verbindet sich direkt mit bestehenden touristischen Systemen wie Amadeus, Traffics, Bistro, PaxConnect, Bosys UI Office, CruiseCompass oder Axolot. Angebote werden daraus übernommen und für die Darstellung auf dem Bildschirm aufbereitet. Preise und Verfügbarkeiten prüft das System automatisch alle 60 Minuten.

Damit reduziert sich ein typisches Problem gedruckter Angebote: Ein Plakat kennt keine Preisänderung. Wird eine Reise teurer oder verändert sich die Verfügbarkeit, kann ein ursprünglich aktuelles Angebot schnell überholt sein.

Bei montis läuft diese Prüfung im Hintergrund. Das Team muss nicht für jedes neue Angebot eine Grafik gestalten, ausdrucken und im Schaufenster austauschen.

Vom Schaufenster direkt aufs Smartphone

Den größten Hebel entfaltet der Bildschirm, wenn der Kontakt nicht am Schaufenster endet.

Ein Beispiel: Ein Paar läuft am Samstagabend durch die Innenstadt und entdeckt im Schaufenster eine Reise nach Ägypten für Oktober. Das Reisebüro ist bereits geschlossen.

Auf einem klassischen Plakat bleibt vielleicht der Gedanke: „Das sieht interessant aus.“

Mit einem QR-Code kann das Paar das Angebot direkt auf dem Smartphone öffnen, weitere Informationen ansehen und anschließend Kontakt zum Reisebüro aufnehmen.

Das Schaufenster erzeugt den Reiseimpuls, der QR-Code bringt das konkrete Angebot auf das Smartphone und von dort kann der Weg in die persönliche Beratung weitergehen.

Offline und Online arbeiten dabei nicht gegeneinander. Das Schaufenster gewinnt Aufmerksamkeit vor Ort, das Smartphone führt den Kontakt digital weiter – auch außerhalb der Öffnungszeiten.

Familien buchen weniger – der Impuls muss vor dem Preisvergleich kommen

Gerade bei Familien zeigt sich, was diese Verbindung leisten kann. In der Umfrage von Counter vor9 wurde das Ausbleiben von Familien besonders häufig als Problem des Sommergeschäfts genannt.

Wer stark auf den Preis achtet, wird Angebote anschließend ohnehin online vergleichen. Entscheidend ist deshalb, welches Angebot diesen Vergleich auslöst.

Sieht eine Familie im Schaufenster ein attraktives Herbstferienangebot und landet über den QR-Code direkt bei diesem konkreten Angebot des Reisebüros, beginnt der digitale Teil der Customer Journey nicht zwangsläufig auf einem großen Reiseportal.

Das Schaufenster ersetzt den Online-Vergleich nicht. Es kann aber dafür sorgen, dass das Reisebüro von Beginn an Teil dieses Vergleichs ist.

Dasselbe Prinzip gilt für Kreuzfahrten, Fernreisen, kurzfristig verfügbare Reisen oder andere aktuelle Verkaufsthemen.

Funktioniert das in der Praxis?

Ein digitales Schaufenster garantiert keine Buchung. Ob aus Aufmerksamkeit tatsächlich eine Anfrage entsteht, hängt von Standort, Angebot, Gestaltung und Zielgruppe ab.

Mehr als 500 Reisebüros nutzen montis bereits. Das System verfügt über sieben direkte Schnittstellen zu touristischen Systemen und überprüft Angebotsdaten alle 60 Minuten.

Akin Kocaürk, Geschäftsführer des alltours Reisecenter Refrath, beschreibt den Effekt im Schaufenster so:

„Seit wir montis nutzen, bleiben deutlich mehr Kunden vor unserem Schaufenster stehen.“

Auch Michael Robertz, Inhaber des Reisebüros Robertz in Jülich und Aachen-Walheim, beschreibt den Arbeitsaufwand aus der Praxis:

„Interessante Angebote werden mit einem Klick ins Dashboard übertragen, und ich kann sie in 2 bis 3 Minuten für den Monitor aufbereiten.“

Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen damit zwei für Reisebüros wichtige Effekte: Das digitale Schaufenster kann mehr Aufmerksamkeit erzeugen, ohne daraus eine zusätzliche tägliche Content-Aufgabe für das Team zu machen.

Was braucht ein Reisebüro dafür?

Wer bereits einen geeigneten Bildschirm besitzt, kann diesen weiterverwenden und mit dem montis-Player ergänzen. Wer noch keinen Bildschirm im Schaufenster hat, kann montis auch als vorkonfiguriertes Komplettsystem einsetzen.

Ein Wechsel des bestehenden touristischen Systems ist nicht erforderlich. Die Angebote kommen direkt aus dem vorhandenen System; Einrichtung per Fernwartung, Updates und Support gehören zur Lösung. Die montis-Software ist monatlich kündbar.

Auch die technische Einrichtung ist kein mehrwöchiges Projekt. Die Hardware wird vorkonfiguriert geliefert und die Anbindung gemeinsam per Fernwartung eingerichtet. Ein System geht in der Regel am selben Tag in Betrieb.

Damit bleibt auch für das aktuelle Herbstgeschäft noch Zeit.

Die entscheidende Frage für die kommenden Monate

Der schwache Sommer im stationären Vertrieb und die gleichzeitig vorhandene Reiselust wirken auf den ersten Blick widersprüchlich. Tatsächlich zeigen sie, wie stark sich der touristische Vertrieb verändert.

Kunden reisen weiterhin. Sie informieren sich anders, vergleichen stärker und wechseln selbstverständlich zwischen digitalen und persönlichen Kontaktpunkten.

Für Reisebüros liegt darin nicht nur ein Risiko.

Der eigene Standort, das Schaufenster und die persönliche Beratung sind Vorteile, die ein reines Online-Portal nicht in derselben Form besitzt. Ihren vollen Wert entfalten sie, wenn der stationäre Kontaktpunkt mit der digitalen Customer Journey verbunden wird.

Die Reiselust ist da. Entscheidend ist, ob das Reisebüro den Kunden im richtigen Moment erreicht.


Noch rechtzeitig für das Herbstgeschäft starten

Sie möchten sehen, wie Angebote aus Ihrem bestehenden System auf dem Schaufensterdisplay erscheinen und wie Interessenten vom Bildschirm direkt zum digitalen Angebot gelangen?

In einer kostenlosen Live-Demo (20 Minuten) zeigen wir Ihnen montis anhand konkreter Reiseangebote und klären direkt, ob Sie Ihren vorhandenen Bildschirm weiterverwenden können.

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Kostenlos und unverbindlich. Die montis-Software ist monatlich kündbar.


Häufige Fragen

Was bringt ein digitales Schaufenster einem Reisebüro?

Ein digitales Schaufenster ermöglicht es Reisebüros, aktuelle Angebote, Preise, Bilder und Videos flexibel darzustellen. In Verbindung mit QR-Codes kann der Kontakt vom Schaufenster auf dem Smartphone fortgesetzt werden.

Kann ein vorhandener Bildschirm für montis genutzt werden?

Ja. Ein vorhandener geeigneter Bildschirm kann mit dem montis-Player ergänzt und für die Darstellung der Inhalte genutzt werden.

Welche touristischen Systeme unterstützt montis?

montis verfügt unter anderem über Anbindungen an Amadeus, Traffics, Bistro, PaxConnect, Bosys UI Office, CruiseCompass und Axolot.

Wie schnell kann montis im Reisebüro eingerichtet werden?

Die Hardware wird vorkonfiguriert geliefert und die Anbindung erfolgt per Fernwartung. Ein System kann in der Regel am selben Tag in Betrieb genommen werden.

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